Alba Berlin 2014/2015: Die Unvollendeten

Sonntag, 12:00 Uhr, Berlin. Die Hitze des Vortags ist davongezogen, ebenso wie der Großteil der Fußballfans die zum Champions-League-Finale angereist sind. In wenigen Stunden beginnt in Bamberg das erste Spiel der BBL-Finalserie. Alba ist nicht dabei. Stattdessen findet heute die alljährliche Abschiedsparty in der Arena am Ostbahnhof statt. Wer hätte je gedacht, dass man als Berliner jetzt lieber auf dem Weg nach Bamberg wäre? Ist man aber nicht. Statt Anspannung gibt es noch einmal aufmunternden Applaus, Abschiedsworte, dann ist Schluss. Die Saison 2014/2015 wird damit endgültig vorbei sein. Auch am dritten Tag nach der enttäuschenden Niederlage gegen Bayern München will sich ein Gefühl nicht abstellen: Das kann es doch nicht gewesen sein.

Nur Zaungast: Cliff Hammonds

Trauriger Blick nach vorn: Die Saison ist beendet.

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Euroleague … über das Final4 in Berlin, Wildcards, Lizenzen und Streit mit der FIBA

Das Final Four der Euroleague wird vom 12. – 15. Mai 2016 in bewährter Zusammenarbeit mit der Anschutz Entertain Group (AEG) in der – dann – „Mercedes Benz Arena“ stattfinden. So weit die knappen Fakten. Das ist gut für Berliner Basketball-Fans und für die BBL im Allgemeinen, aber nur für diese Verkündung hätte man sicher keine Pressekonferenz abhalten müssen. Darüber hinaus gab es jedoch noch einige Statements von Interesse, gerade angesichts aktuell bewegter Zeiten im europäischen Vereinsbasketball und einem Konflikt zwischen den bei der Euroleague organisierten Vereinen und dem Weltverband FIBA, der nicht nur schwelt, sondern inzwischen offen ausgebrochen ist. Zudem wurde auch noch über die Rolle des deutschen Basketballs und speziell Alba Berlins im Rahmen der Euroleague, Rahmenspielpläne, eine Euroleague als „echte Liga“ uam. diskutiert.

Euroeague Pressekonferenz, Berlin, O2 world

Euroeague Pressekonferenz, Berlin, O2 world

 

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hashtag playoffsbaby, 1st step Oldenburg

hashtag? Nein, gemeint ist kein Tag, an dem man den Duft bewusstseinserweiternder Kräuter inhaliert, sondern die sog. „Doppelkreuzmarkierung“ oder auch „Raute“ in den ebenfalls sog. „sozialen Medien“, bei denen man sich immer wieder fragt, was genau denn sozial an ihnen wäre. Tatsächlich sollen diese Doppelkreuzmarkierungen bei der Suche nach Beiträgen zu gleichen oder ähnlichen Themen helfen. Eines der meistverwendeten hashtags im Basketball-Umfeld ist aktuell #playoffsbaby. Ein untrügliches Zeichen, dass diese unmittelbar vor der Tür stehen. Also die Playoffs, nicht die Babies. Höchste Zeit, sich auch mal mit dem Playoffauftakt von Alba Berlin (Sonntag, 10.05., 20:15 Uhr, O2 world Berlin) zu befassen.

unvermeidlich: We are the champions!

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Impressionen: Spaß beim Spaßpokal

Alba Berlin hat den in den letzten beiden Jahren gewonnenen Pokal nicht verteidigen können (Ach!), aber was vor einem Jahr in Ulm begann (Acht Mal Deutscher Meister, Acht mal Pokalsieger – dort auch etwas über das Für und Wider des Pokal-Formats) wurde in diesem Jahr in Oldenburg nahtlos weiter geführt – auch ohne Pokal und Titel. Spätestens vor einem Jahr in Ulm sind Team und Fans ganz eng zusammen gerückt, die Fans lieben ihr Team, das Team schätzt seine Fans. Da passt kein Blatt dazwischen. Inzwischen ist diese Verbindung auch unabhängig von Sieg oder Niederlage und das ist eine neue Qualität.

support deluxe

support deluxe

Der Berliner Fan fährt nicht immer in großer Menge zu Auswärtsspielen, wofür es diverse Gründe gibt (in diesem Jahr z.B. oft Spiele am Sonntag in weiter Ferne), aber wenn die Berliner mal als große Truppe reisen, dann lassen sie es auch krachen. Das war so im letzten Jahr in Ulm, das war so in diesem Jahr in Oldenburg. Meist gelingt dabei eine ganz gute Balance aus Rivalität und Respekt, aus Unterstützung des eigenen und Fairness gegenüber dem gegnerischen Team. Ganz normal mit gesundem Menschenverstand, ohne dafür „Respekt-Beauftragte“ zu benötigen. Wenn ganz, ganz viele Fans aus allen Landesteilen sagen „Es war toll, dass ihr da ward und wir würden uns freuen, wenn ihr wiederkommt“ ist das Anerkennung genug; da bedarf es keines eigenen Lobes. Wenn man Lob dann nahezu uneingeschränkt an andere Fangruppen zurück geben kann, bestätigt sich immer wieder und ohne jeden Zweifel: Der Pokal hat beim Modus gewisse Schwächen, das Top Four ist für die Fans, die eine gemeinsame große Party feierten, aber eine großartige Angelegenheit!

Aber was soll man lange reden, ein Bild sagt mehr als tausend Worte und viele Bilder schaffen – hoffentlich – ein Stimmungsbild vom Pokal, von Fans, Spielern, Fans und Spielern, Sport, Wettkampf und last but not least das vielleicht Wichtigste am Cup-Wochenende: Spaß am Spaßpokal!

(zum Vergrößern / slideshow auf ein Foto klicken)

Impressionen: Bilder der Partie Alba Berlin vs Maccabi Tel Aviv

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Die Partie Alba Berlin gegen Maccabi Tel Aviv war als „Spiel des Jahres“ angekündigt, schließlich ging es um die große Chance, dass mit Alba erstmals ein deutsches Team unter die besten acht Teams Europas vorstoßen kann. Die Euphorie im Vorfeld war fast in der ganzen Stadt riesig und stimmungstechnisch hielt die Partie das, was man sich von so einem do-or-die Spiel erwarten konnte; dass nahezu die komplette Halle steht – und das schon zu Beginn des Spiels – erlebt man in der O2 world beim Basketball nicht allzu häufig. Auch wenn das Ergebnis am Ende nicht den Erwartungen der Fans entsprach, dürfte Alba an diesem Abend trotzdem eine Menge neuer Fans dazu bzw. alte zurück gewonnen haben. Unseren Spielbericht gab es bereits kurz nach dem Spiel, hier nun noch einige Fotos dieser außergewöhnlichen Partie:

 

Im entscheidenden Moment nicht zugepackt: Alba verliert das Entscheidungsspiel gegen Maccabi

Immer wieder rannten sie an, mit voller Wucht. Über vierzig Minuten versuchte das Team von Alba Berlin in Führung zu gehen, unzählige Male standen sie kurz davor das Spiel an sich zu reißen. Doch das Bollwerk von Maccabi Tel Aviv wollte einfach nicht fallen. Mit 64:73 verloren die Albatrosse das entscheidende Spiel im Top-16 und verpassten damit denkbar knapp das Euroleague-Viertelfinale. 14.133 Zuschauer erlebten ein packendes Spiel, in dem das Heimteam kein ein einziges Mal in Führung gehen konnte und immer wieder nur zum Ausgleich kam. Ein Überragender Devin Smith sorgte mit 28 Punkten letztendlich für den Unterschied. 

Schwerstarbeit unter den Brettern für McLean, Radosevic und Co.

Schwerstarbeit unter den Brettern für McLean, Radosevic und Co.

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Mithat Demirel im großen alba-inside Interview, part I

alba-inside ist verabredet mit Mithat Demirel, dem Sportdirektor von Alba Berlin. In der Knesebeckstrasse, dem Sitz der Alba Group und auch des Basketballvereins, riecht es am Nachmittag dieses grauen 8. April nach Maccabi, das „Spiel des Jahres“ liegt regelrecht spürbar in der Luft. Aber Mithat Demirel nimmt sich Zeit, wir wollen reden. Natürlich über das nahe liegende Spiel gegen den Euroleague-Titelverteidiger. Darauf wollen wir uns hier im ersten Teil des Interviews als kleinen Ausschnitt weitgehend beschränken. Aber wir reden über vieles mehr, spannen einen großen Bogen von der Arbeit Demirels als Sportdirektor, über die aktuelle Situation, Strategiefragen, Gegenwart und Zukunft. Und über die Arbeit an der Basis mit dem Nachwuchs, die das Fundament allen Handelns bei Alba Berlin bildet. Dazu dann in weiteren Teilen in den nächsten Tagen mehr.

Mit Leib und Seele Alba Berlins Sportdirektor: Mithat Demirel

Mit Leib und Seele Alba Berlins Sportdirektor: Mithat Demirel

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