NBBL Top4, Finale: Eintracht Frankfurt – FC Bayern München Basketball

Die Spielkooperation Eintracht Frankfurt / Fraport Skyliners musste im Halbfinale durch zwei harte Verlängerungen, um sich gegen den Gastgeber Phoenix Hagen Juniors durchzusetzen. Bayern München qualifizierte sich alles in allem souverän gegen Alba Berlin, konnte einen großen Vorsprung nach dem ersten Viertel sicher über die Zeit bringen. Da stellte sich natürlich die Frage nach den Kräften der Frankfurter.

Von Kräfteverschleiß war bei den jungen Frankfurtern zunächst nichts zu spüren. Diese begannen wie die Feuerwehr und waren – anders als Alba Berlin am Tag zuvor – sehr gut auf die aggressive Verteidigung der Münchner vorbereitet. Nicht nur das, die Hessen konnten ebenfalls mit zwingenden Offensivaktionen überzeugen, was für eine deutliche 17-8 Führung nach dem ersten Viertel reichte.

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Das zweite Viertel gehörte dann zunächst den Münchnern, die mit viel Biss aus der kurzen Pause kamen und in kürzester Zeit den deutlichen Rückstand in einen Vorsprung wandelten. Der junge Richard Freudenberg traf in diesem Viertel schwere Würfe, lange Zweier, die von den Frankfurtern schwer zu verteidigen waren. Auf seiten der Münchner hatte Kovacevic in der ersten Hälfte einen gebrauchten Tag und konnte sich nicht in Szene setzen. Mit dem zweiten Viertel hatten die Münchner Schützen auch das Visier scharf gestellt. Während im ersten Viertel nur ein Dreier bei neun Versuchen das Ziel traf, waren es im zweiten sehr gute vier bei sechs. Frankfurt brauchte einige Zeit, um sich auf die „neuen“ Bayern einzustellen, hatte in Dang Akodo den Spieler, der die Münchner immer wieder vor Probleme stellte, sich aber sicher etwas mehr Unterstützung von Niklas Kiel gewünscht, der am Vortag einer der stärksten Frankfurter war. Die Hessen gingen wenige Sekunden vor der Halbzeitpause von der Freiwurflinie mit 31-30 in Führung, der buzzer beater der Münchner rollte eine gefühlte Ewigkeit auf dem Ring, fiel dann jedoch auf die aus Münchner Sicht falsche Seite, sodaß Frankfurt eine kleine Führung mit in die Pause nehmen konnte.

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Nach der Pause setzte zunächst Niklas Kiel, der in der ersten Hälfte unauffällig war, ein Ausrufezeichen per Dreier, München glich mit zwei Mitteldistanzwürfen aus und ging mit einem Dreier von Ogynsipe wieder in Führung. In der 23. Minute erzielte Kovacevic seine ersten Punkte für München und schraubte den Vorsprung auf +5 hoch. Bis Mitte des Viertels konnte Frankfurt wieder ausgleichen, nach einem Foul an Beyschlag beim Dreierversuch verwandelte dieser die drei Freiwürfe sicher. Nach einem Dreier von Kovacevic 2,5 Minuten vor Viertelende konnten sich die Münchner erstmals ein wenig deutlicher absetzen (+7). Diesen Vorsprung brachten sie auch in die letzte Viertelpause (46-52).

Kampf um jeden Ball

Kampf um jeden Ball

Nach einem sog. and one und einem langen Zweier von Freudenberg konnte sich München zunächst weiter absetzen, bei Frankfurt dagegen Offensivfoul, Schrittfehler und 24 sec violation. Die Münchner ließen jedoch zunächst selbst einige gute Möglichkeiten aus, sich noch deutlicher abzusetzen. Als dann aber Ogynsipe knapp 6 Minuten vor Ultimo per Dreier auf +12 erhöhte, wuchsen die Sorgenfalten bei den Hessen deutlich. Es war natürlich noch viel Zeit auf der Uhr, aber da die gute Münchner Defense in 35 Minuten nur 50 Punkte zuließ, war der zweistellige Vorsprung schon eine kleine Vorentscheidung. München spielte das im Stile einer Klassemannschaft zu Ende und hatte in Richard Freudenberg den Mann des letzten Viertels, im Prinzip des Spiels. 10 seiner insgesamt 24 Punkte erzielte der Spieler des jüngsten Jahrgangs (98) und lieferte im Finale eine herausragende Leistung ab. Als die Bayern 90 Sekunden vor Schluss den Vorsprung auf +13 schrauben, war das Spiel entschieden. Frankfurt versuchte alles, traf auch noch einen Dreier und einen Zweier, konnte das Spiel aber nicht mehr entscheidend wenden. Mit Bayern München wird das Team mit der größten Tiefe und dem meisten Talent am Ende verdient NBBL-Meister 2015!

Grosser Jubel beim neuen Champion FC Bayern München Basketball

Grosser Jubel beim neuen Champion FC Bayern München Basketball

Als Fazit des gesamten Wochenendes bleibt zunächst ein gut organisiertes Turnier mit einem sehr ordentlichen Zuschauerzuspruch, der der Bedeutung der Meisterschaften gerecht wird.

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